Pflanzenschutzmittel

Die hier beschriebenen Maßnahmen umfassen den Schutz der Reben vor Pilzkrankheiten wie Peronospora und Oidium sowie vor Milben wie Blattgallmilbe oder Spinnmilbe. Schwefel- und Kupferpräparate bieten keinen Schutz vor Insekten wie dem Traubenwickler oder der Rebzikade.

Die Entwicklungsstadien der Rebe können standardisiert nach dem sog. BBCH-Code beschrieben werden. Dieser beschreibt das aktuellen Entwicklungsstadium (ES) mit einer zweistelligen Zahl. Siehe hierzu die Seite von Vincenz Richter.

Sollte ein Schutz gegen den Traubenwickler notwendig sein, muss zusätzlich ein Bacillus-Thuringiensis-Präparat (z. B. Xentari) gesprüht werden. Dies muss im Dreiblattstadium (ES 13) und zu Beginn der Blüte (ES 61) geschehen.

Netzschwefel
Reiner Schwefel, oxidiert auf der Blattoberfläche zu Schwefeldioxid und wirkt so Pilzsporenhemmend, nicht bienengefährlich

Kupfer
Wird als Kupferoxychlorid gespritzt und setzt Kupfer-II-Ionen frei, wirkt so als Enzymgift in den Pilzsporen. In den üblichen Konzentrationen nicht bienengefährlich.

Bacillus Thuringiensis
Das Toxin des Bakterium Bacillus Thuringiensis wird von Schmetterlingsraupen (also auch von den Traubenwickler-Raupen) gefressen und führt zum Absterben der Raupen. Nicht bienengefährlich.

Myco-Sin VIN
Pflanzenstärkungsmittel aus Tonerde, Silikaten, Hefebestandteilen, Pflanzenextrakten und biolog. Netzmitteln. Stärkt die Widerstandskraft gegen Peronospora. Nicht bienengefährlich. Leider inzwischen aufgrund der abgelaufenen Zulassung in Deutschland nicht mehr erhältlich.

Ein Gedanke zu „Pflanzenschutzmittel

  1. Erstmal vielen Dank für die schöne Seite.
    Eine nette Alternative für biologische Pflanzenstärkung ist für mich Biocos und Biocon von der Firma Bioco in D-Markdorf. Bei Bedarf geb ich etwas S und Cu dazu.
    Weiterhin viel Freude am Weinberg!

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