Reberziehung

Es gibt unzählige Formen, die man einem Weinstock geben kann. Jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und bei Wahl der Reberziehung müssen die Anforderungen und Gegebenheiten des Weinbergs berücksichtigt werden. Natürlich sind die moderne Methoden darauf ausgelegt, besonders einfach maschinell bearbeitet zur werden.

So viele verschiedene Reberziehungssysteme es gibt so schwierig war es auch, sich einen Überblick zu verschaffen. Ich habe mich lezten Endes für die sog. Umkehrerziehung entschieden. Dabei wird der Stock auf ca. 1,40m aufgebaut und in dieser Höhe werden dann zu jeder Seite ein Kordon gebildet. An den Kordons werden im Abstand von ca. einer Handbreite Zapfen mit jeweils 2 Augen angeschnitten, das Fruchtholz hängt dann einfach herunter.

Hochkordon-Erziehung

Meine Umkehrerziehung: Niedrig gehaltene Hochkordons

Diese Methode hat in meinen Augen diverse Vorteile für meinen Weinberg.

  • Es erfordert im Vergleich zu anderen Spaliersystemen, bei denen die Fruchthölzer im Drahtrahmen hochwachsen viel weniger Pflege. Die Zapfen werden im Winter angeschnitten und den Rest des Jahres ist ggf. höchstens noch ein Sommerschnitt notwendig. Dies ist für mich insofern wichtig, als dass ich in Deutschland wohne und nicht ständig vor Ort bin.
  • Das Drahtgerüst ist mit einem Biegedraht in 1,40m Höhe sehr einfach und kostengünstig gehalten.
  • Der Ertrag bei diesem System liegt im guten Mittelfeld.
Buscherziehung

Gobelet- oder Buscherziehung © 2009 Andrew Teubes

Alternativ wäre auch eine sehr traditionelle Methode, die sog. Gobelet- oder Buscherziehung in Frage gekommen. Hierbei wird der Weinstock zu einer Art Bäumchen erzogen. Diese Erziehung habe ich in Spanien sehr häufig gesehen. Ein Vorteil sind sicherlich die geringen Kosten, es ist ja kein Drahtrahmen erforderlich. Leider liefert laut meinen Nachforschungen die Buscherziehung sehr geringe Erträge, sodass ich mich gegen diese Form entschieden habe.

 

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