Pflanzplanung

Im kommerziellen Weinbau richten sich die Abstände zwischen den einzelnen Reihen vor allem nach der Notwendigkeit, zwischen den Reihen mit den Maschinen durchfahren zu können. Da ich meinen Weinberg ausschließlich manuell bearbeiten möchte, reicht es, wenn eine Person bequem zwischen den Reihen durchgehen kann. Natürlich muss noch genug Platz bleiben, damit die Sonne auch das Blattwerk von den hinten stehenden Reben erreicht. Ich habe ich daher mich für einen Reihenabstand von 1,30m entschieden, nicht zuletzt weil die mir zur Verfügung stehenden Terassen genau so viel Platz bieten.

Der Stockabstand sollte unter Berücksichtigung von verschiedenen Faktoren gewählt werden. Zum einen muss die Wuchskraft der Rebe, der Rebunterlage und des Standortes Beachtung finden: Bei niedriger Wuchskraft sollte ggf. ein geringerer Stockabstand gewählt werden, bei starkwüchsigen Reben ein größerer. Zum anderen stellt sich die Frage nach der Stockbelastung: Bei größerem Stockabstand ist die Anzahl der angeschnittenen Augen und damit auch die Anzahl der Reben pro Stock hoch. Die kann sich negativ auf die Qualität der Trauben auswirken. Ein geringerer Stockabstand führt wohl dazu, dass eine größere Wurzelkonkurrenz zwischen den einzelnen Reben entsteht und die vertikale Ausbreitung des Wurzelwerks begünstigt wird. Dies wirkt sich positiv auf die Wasser- und Nährstoffversorgung aus.

Da ich in erster Linie hochqualitative Trauben ernten möchte und es mir auf 50kg mehr oder weniger nich ankommt, habe ich mich für einen relativ geringen Stockabstand von 1,30m entschieden.Das heißt, dass jeder Kordon ca. 65cm lang ist und damit ca. 6-7 Augen pro Kordon und, da jede Rebe über zwei Kordons verfügt, 12-14 Augen pro Rebe angeschnitten werden können.

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