Die Rebunterlage

Wein kann man ganz einfach Pflanzen, indem man einen Stock abschneidet und ihn in die Erde steckt. So wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts auch in ganz Europa Wein gepflanzt. Durch die Einschleppung der Reblaus durch Rebstöcke von der Ostküste Nordamerikas gingen in Europa während der „Reblauskatastrophe“ große Teile der Weinbaugebiete zugrunde, da die europäischen Sorten im Gegensatz zu den amerikanischen Sorten nicht beständig gegen diesen Schädling sind, der die Wurzeln der Reben befällt.

Pfropfreben mit P1103 Rebunterlagen

Daher verwendet man heutzutage fast ausschließlich sog. Pfropfreben. Das sind Wurzeln von amerikanischen (=reblausresistenten) Weinstöcken, welche mit europäischen Sorten veredelt sind. Diese Wurzeln, auf die das Edelholz aufgepfropft wird, nennt man Rebunterlage.

Die Informationen zu verfügbaren Rebunterlagen sind eher spärlich gesäht, am aufschlussreichsten war das zuvor erwähnte Buch „Der Winzer Band 1. Weinbau“. Ich musste allerdings feststellen, dass die in Griechenland verwendeten Unterlagen ganz andere sind als in Deutschland.

Um eine geeignete Unterlage auszuwählen, ist es von Vorteil, eine Bodenanalyse zu machen. Je nach Kalkgehalt, Feuchtigkeit des Bodens etc. wählt man dann die geeignete Unterlage aus. Mangels der Möglichkeit einer Bodenanalyse habe ich mich dann für eine Unterlage mit relativ hoher Kalkbeständigkeit (19%) und sehr hoher Trockentoleranz entschieden (P1103).